5 Wochen 

Als ich noch zur Schule ging gab es jeden Sommer 6 Wochen Sommerferien, und manchmal habe ich mich gefragt, was ich wohl alles erleben und tun kann in all dieser Zeit. Für mich als Kind eine unvorstellbar lange Zeit, die man mit unendlich vielen Dingen füllen konnte. In den Urlaub fahren mit der Family, Videonächte (ja, bei mir in der Kindheit waren das noch Videos, von wegen DVDs…) mit der besten Freundin, Eis bis zum Abwinken und Verwöhntage bei Oma mit viel zu vielen Süßigkeiten. Und dann kam, völlig unerwartet, wie aus dem Nichts, das letzte Wochenende. Wie konnte die Zeit nur so schnell vergehen? Zeit scheint relativ. Als Kind unermesslich lang. Jetzt, einige Jahre später, hören sich 5 Wochen an wie „Übermorgen“. 

Ja, in 5 Wochen gehts los! Es ist unglaublich viel, was bis dahin noch alles getan werden muss. Um was sich noch gekümmert werden muss. Meine Liste im Kopf wird immer länger. Die Zeit bis zum Abflug immer kürzer. Trotzdem möchte ich mein jetziges Leben nicht nur zukunftsorientiert leben. Sondern bewusst noch Zeit mit den Menschen in meinem Freundeskreis verbringen. Sich Auszeiten im Alltag nehmen für Begegnungen. Hier und da noch eine längere WhatsApp Nachricht schreiben, nochmal mit den Großeltern telefonieren (die ich zwar alle noch einmal vor der Abreise sehe, dann aber länger nicht und man weiß ja nie…) usw. Auch wenn es nur noch 5 Wochen bis zur Abreise sind, so sind es irgendwie auch noch 5 Wochen. Zeit die mir Gott ebenso geschenkt hat, wie die Zeit die anschließend kommen wird. Und Geschenke verschwendet man für gewöhnlich nicht, sondern nutzt sie. Und ich möchte aus dieser Zeit, die mir in meiner derzeitigen Wahlheimat bleibt, etwas machen. Nicht nur in Reisevorbereitungen versinken und vor lauter Vorfreude die wirkliche Welt um mich herum ausblenden. 

Klar, und es hat auch praktische Gründe: Unsere Wohnung ist zu klein, um bereits aussortierte Dinge in extra Kisten irgendwo abzustellen. Und wir wohnen noch bis einige Tage vor der Abreise in dieser Wohnung, da kann man nicht mal eben schon die Küchensachen in Umzugskartons packen, geschweige denn den Teil der Klamotten die man mitnehmen möchte einfach schon wegpacken. Aber ein wenig passiert trotz allem schon: Gefühlt jede Woche landet eine ziemlich große Kiste in Altpapier und Restmüll. Denn am Aussortien kommt man nicht vorbei, wenn man seinen Besitz bei den Schwiegereltern unterstellt und mit nur 20kg reisen möchte. Ein Hoch auf eBay Kleinanzeigen und Flohmärkte, wo man so ziemlich alles losbekommt, was zum Wegwerfen zu schade ist. Trotz allem, bleibt noch jede Menge zu tun. Viel zu organisieren und abzuklären. Doch das stört mich wenig. Denn es soll ja auch schon in 5 Wochen losgehen 🙂

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