Von der Schönheit des Reisens – über 3 Dinge die ich dabei schätze

Wir sind nun bereits seit knapp 2 Wochen unterwegs und werden, wenn alles klappt mit den Zug- und Busverbindungen, heute Abend unser 3.Quartier beziehen. Das bedeutet von uns bereits das zweite Mal alles wieder zu sortieren und zu ordnen und klug in unsere beiden Rucksäcke zu verstauen. Mit mehr sind wir nämlich nicht unterwegs. Das hört sich für den Ein oder Anderen eher nach Stress als nach Schönheit an. Aber ich habe im Laufe der letzten drei Wochen – eigentlich schon mit Beginn des Ausräumens unserer Wohnung- 3 Dinge schätzen gelernt, die ich gern mit euch teilen möchte!

Budapest mit Blick auf Donau und das Parlament 1. Die Einfachheit des Lebens erkennen. Denn man kann nicht an jedem Ort, an dem man sich gerade befindet, jeden Tag Essen gehen. Weil es eben kein Urlaub ist, in dem man sich „mal was leistet“, sondern eine Reise, bei der man auch ein wenig Planen muss wieviel man wo ausgibt. Noch weniger kann ich kleine Erinnerungen mitnehmen, oder „Mitbringsel“ kaufen- das passt einfach nicht mehr mit in den Rucksack. Ich gebe zu, das ist mir zu Beginn wirklich schwer gefallen. Doch spätestens beim ersten Mal wieder einpacken ist uns aufgefallen, dass wir wirklich keinen Quadratzentimeter mehr Platz haben. Das Leben ist einfach. Einfach schön. Viele Entscheidungen werden abgenommen, bevor man Fragen zu Ende gedacht hat. Ich schätze diese Einfachheit des Lebens sehr, es lässt mich dankbarer werden. Jeden Tag aufs Neue.

2. Die Natur wieder neu als Schöpfung erkennen. Als ich in diesem Monat das erste Mal einen Blick von einer der vielen Brücken Budapests auf die Donau warf, da war ich wirklich tief bewegt. Die Donau war soviel größer, soviel stärker als ich mir das gedacht hatte. Und sie war tatsächlich die ganze Zeit in Bewegung. Keine Stelle an der sie stand oder sich nicht durchkämpfte. – Dann kam ich zum Balaton. Türkisblaues Wasser. Und darüber wolkenklarer Himmel, eine (Halb-)Insel mittendrin. Erneut überwältigt von dieser Schönheit. Dieser Größe. Zu sehen wie kreativ Gott diese zwei verschiedenen Gewässer gestaltet hatte, mit welcher Detailverliebtheit er jede Kurve an der Küste gemacht hatte. Seit wir unterwegs sind, lerne ich neu Staunen über das Wunder der Schöpfung. Die Größe Gottes. 

3. Die neu geschenkte Zeit richtig nutzen zu lernen. Ja, wir haben viel Zeit. Nicht zuletzt deshalb da wir beide nicht mehr zur Arbeit gehen, zu bestimmten Zeiten aufstehen und schlafen gehen müssen etc. Wenn wir aufwachen liegt der Tag neu vor uns. Das heißt für uns beide auch, zu lernen diese Zeit gut zu nutzen. Nutzen im Sinne von „Nicht verschwenden“. Manchmal heißt das auch einfach, sich für 1-2 Stunden an den Balaton zu setzen und ruhig zu sein, die Füße ins Wasser zu halten und den Moment zu genießen. Doch es heißt auch, noch anstehende Aufgaben richtig einzuteilen. Sich auch in erster Linie Zeit zu nehmen für Gott. Ganz neu. Das geht nicht von heute auf morgen. Das will gelernt sein, aber ich genieße es, diesen uns neu gegebenen Freiraum auch für Dinge zu nutzen, für die ich in den letzten Monaten keine Zeit hatte. Oder mir keine Zeit nehmen wollte. Ich schätze es, vieles neu zu priorisieren. 

Deshalb nutzen wir heute unseren Tag um von Balatonfüred nach Pecs zu kommen. Dann wird es auch wieder einen Bericht über die Stadt Pecs geben 🙂

2 Gedanken zu “Von der Schönheit des Reisens – über 3 Dinge die ich dabei schätze

  1. Wow, du hast wirklich ein Talent, deine Erlebnisse und das Gesehene in Worte zu fassen! Um den nicht festgelegten Alltag beneide ich euch ja wirklich ein wenig!

    XX aus Nürnberg
    Jecky
    Want Get Repeat

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