Fünfkirchen – 5 1/2 Dinge die man in Pécs immer tun kann

Ja, ich schreibe hier Fünfkirchen. Die deutsche Übersetzung des Stadtnamens „Pécs“. Das kann man in dieser Stadt auch mit guten Gewissen tun. Kaum ein Café oder ein Supermarkt in dem man keine deutschen Worte hört. Allermeist Studenten, die hier an der deutschen Uni (Zahn-)Medizin studieren. Doch auch fast alle älteren Bewohner dieser Kleinstadt können wenigstens ein paar Brocken deutsch. Denn im Laufe der letzten Jahrhunderte sind bedingt durch Kriege, Umsiedlungen etc. viele Deutsche, zum Teil auch Donauschwaben genannt, nach Ungarn gekommen. Hier mehr dazu! Auch die Vermieterin unserer AirBnb Wohnung spricht ziemlich gutes deutsch, was die Verständigung um ein vielfaches einfacher macht! 

Also, wir sind heute den 2.vollen Tag in Pécs, haben einiges, aber bei Weitem noch nicht alles gesehen. Doch ein paar Dinge kann ich euch dennoch empfehlen, die man auf jeden Fall tun kann, um die Stadt ein wenig besser kennen zu lernen. 

1. Schaut euch die Innenstadt zu Fuß an! Klar, abhängig davon wo und wie ihr untergekommen seid. Wir sind jetzt gut 25 Minuten zu Fuß zur Innenstadt unterwegs. Egal wie heruntergekommen zwischenzeitlich manche Gebäude wirken: In der Innenstadt, im Zentrum ist es hell. Sauber. Und voller schöner Häuser. Nicht ganz unschuldig daran ist sicher die Tatsache das 2010 die Stadt Pécs den Titel „Kulturhauptstadt Europas 2010″ trug. Auch nicht zu unrecht. Wenn man durch die Stadt geht und die Verschiedenartigkeit der Baustile genauer anschaut, fällt schnell auf das diese Stadt eine lange Geschichte mit vielen unterschiedlichen Kulturen hat! 

Haus Fassade in Pécs

2. Setzt euch in eines der vielen Cafés auf der Király utca. Ob morgens zum Frühstücken, Mittags auf einen Snack oder Abends auf ein Glas guten Ungarischen Wein. Schön ist diese beliebte Straße noch dazu. Ja, hier sind auch viele Touristen unterwegs, dennoch lohnt sich ein Spaziergang und ein guter Kaffee auf dieser Straße. Eigentlich besteht die größte Gefahr nur darin bei jeder Eisdiele hängen zu bleiben und bei einem gegebenenfalls zu teuren Kaffee Zuviels Postkarten zu schreiben 😉 

Und jetzt mal zu wirklich kulturellen Punkten:

3. Besucht eine der vielen Kirchen in Pécs. Am besten die Kathedrale (Petrus Paulus). Sie ist wirklich beeindruckend. Von Außen, muss ich ehrlicherweise sagen, hat sie mich weniger beeindruckt. Weder fand ich sie spektakulär noch wirklich schön. Aber der Besuch lohnt sich, eigentlich schon ein MUSS in dieser Stadt. In den Vorraum kann man noch ohne Eintritt, doch der hat mich schon so beeindruckt, dass ich diese Kirche auf jeden Fall von Innen sehen wollte. Quasi das Gegenteil von schlicht. Und neben faszinierenden Wandmalereien kann man die Unterkirche besuchen und den Südöstlichen Turm besteigen. Mit einem tatsächlich wunderschönen Blick auf die Stadt. 

Kathedralen Malerei Pécs

Unmittelbar mit dieser Kathedrale kann man auch den 4. Punkt verbinden:

4. Besuch des frühchristlichen Mausoleum. Oke, das ist tatsächlich nicht für jedermann etwas. Es handelt sich hier um Ausgrabungen alter Grabanlagen. Bei zwei der Anlagen findet man zudem Wandmalereien, die mehr oder weniger gut erhalten sind.

Die Ausgrabnungen gehören zum UNESCO Weltkulturerbe an und mit ein wenig Zeit ist das für alle (Hobby-) Historiker auf jeden Fall einen Besuch wert. Am besten wenn nicht gerade eine Gruppe durchgeführt wird, sonst kann es an der Einen oder Anderen Stelle eng werden. Ich fand es echt interessant, aber da der Eintritt im Verhältnis vielleicht etwas teuer ist, tatsächlich eher was für Liebhaber von Ausgrabungen 😉 

Synagoge Pécs

5. Eine Unterbrechung des Lebens durch die Synagoge Pécs. Diese ist in ihrer ursprünglichen Form von 1869 erhalten. Lediglich die Elektrik wurde nachgebessert. Auf der ersten Empore ist eine Ausstellung über die Geschichte der Juden in der Stadt Pécs und in Ungarn. Viele Infotafeln in den Treppenauf- und Abgängen fassen die Geschichte nochmals zusammen. Absolut lohnenswert. Wenn Interesse besteht kann ich nochmal einen eigenen Eintrag zur Synagoge machen 😉

Als 5 1/2 Punkt habe ich die Kunstausstellung des in Pécs geborenen Künstlers Vasarely. Die Art von Kunst muss man wirklich mögen um diese Ausstellung zu besuchen. Deshalb definitiv kein Pflichtpunkt meinerseits. Obwohl ich tatsächlich von vielen Werken positiv überrascht war! 

Pécs ist überraschend. Man entdeckt beim Durchlaufen der Straßen immer neue kleine Ecken, schöne Restaurants und eine neue Skulptur! Es lohnt sich auch mal zwei Querstraßen Umweg zu gehen. Hier noch ein paar Eindrücke in Form von Bilder:

Tür PécsSchlösser PécsLADA Auto Pécs

Ganz herzliche Grüße aus einer heute etwas kühlen Stadt! 

2 Gedanken zu “Fünfkirchen – 5 1/2 Dinge die man in Pécs immer tun kann

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